JAHRESBILANZ DER BLASMUSIK: HEIMISCHE BLASMUSIK INVESTIERTE FAST 600.000 EURO IN DIE WIRTSCHAFT

Fast 600.000 Euro haben die 16 Musikkapellen des Bezirkes Judenburg im vergangenen Jahr in die Wirtschaft investiert und Geld für Musikerheime, neue Instrumente, Reparaturen, Noten und Bekleidung in die Hand genommen. Dieser ansehnliche Betrag ist zu einem großen Teil heimischen Unternehmen zugute gekommen. „Wir sind damit nicht nur ein kultureller sondern auch wirtschaftliche bedeutender Faktor“, bilanzierte Musikerchef Alois Weitenthaler, der im Rahmen der sonntäglichen Bezirksversammlung zum letzten Mal Resumee zog.

 

Nach einer 32jährigen Tätigkeit als Bezirksobmann ist Weitenthaler nun abgetreten, heftiger Beifall der Delegierten begleitete seinen Rückzug aus diesem Amt, mit dem auch im Judenburger Musikerbezirk eine für die Blasmusik prosperierende Ära zu Ende geht. Wie hoch die Wertschätzung Weitenthalers ist, der mittlerweile auch über 50 Jahre dem Musikverein Weißkirchen als Kassier dient, machte der einstimmige Beschluß deutlich, ihn zum Ehrenbezirksobmann zu ernennen.

Wie bedeutsam das Wirken der 16 Musikkapellen mit ihren mehr als 5.200 unterstützenden Mitgliedern ist, geht einmal mehr aus dem Leistungsbericht für 2016 hervor, der 672 offizielle Ausrückungen und 645 Vollproben ausweist. Öffentliche Anlässe und kirchliche Feste würden farblos bleiben, wenn ihnen nicht musikalischer Klang gegeben werden würde: Diese Ansicht vertreten auch die Bürgermeister, in deren Namen der Gemeindechef von Rothenthurm-St.Peter, Wolfgang Rosenkranz gemeinsam mit den Abgeordneten Gabriele Kolar und Hermann Hartleb den Dank überbrachte. Sein Musikverein wird im heurigen September das Bezirksmusikertreffen ausrichten.

Die Zahl der aktiven Musiker ist seit vielen Jahren steigend. Mittlerweile ist die 800er-Marke geknackt worden, weit über Durchschnitt ist die Zahl der weiblichen Musici angestiegen. So macht denn das schwache Geschlecht bereits mehr als ein Drittel aller Aktiven aus.

Besonderes Augenmerk wird im Judenburger Musikbezirk traditionell auf die Jugendausbildung gelegt. Mehr als die Hälfte aller Musiker rangiert noch unterhalb des 30. Lebensjahres, 378 davon stehen in Ausbildung und bewiesen ihr Können in beeindruckenden Leistungen bei verschiedenen Jungmusikerseminaren.

Neu in die Funktion des Bezirksobmannes wurde Reinhard Bauer aus Hohentauern gewählt, als seine Stellvertreter werden Ernst Leitner (Pöls) und Michael Seidl (Weißkirchen) fungieren. Die Funktionen des Bezirkskapellmeisters nehmen künftig wieder Herbert Bauer und Helmut Grangl wahr, während die Bezirksversammlung die weiteren Ämter mit folgenden Funktionären bestellte: Silke Grangl-Stani (Weißkirchen) und Theres Walch (Judenburg) als Bezirksschriftführer, Gerald Reiter (Scheiben-St.Georgen) und Thomas Peinhopf (Pöls) als Bezirkskassiere sowie Robert Bauer (Zeltweg) als Bezirks-Jugendreferent und Josef Aneringer (Oberzeiring) als Bezirksstabführer.

Im Zeichen des offiziellen Dankes standen im Mittelpunkt der Bezirksversammlung vier verdiente Musici: Josef Angeringer erhielt das Verdienstkreuz in Gold, Petra Zuber das Verdienstkreuz in Bronze; die Verdienstmedaille des Österreichischen Blasmusikverbandes in Silber wurde an Isabella Kreuzer und Ewald Wilding überreicht.

Waldhuber

 

 

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